Bürgerinformation zum Umbau der Festhalle

Pläne für Sanierung der Festhalle öffentlich vorgestellt

Bürgermeister und Planer beantworteten Fragen im Livestream

Am vergangenen Donnerstag wurden die Pläne für den Umbau und die Sanierung der Bad Uracher Festhalle vorgestellt. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde diese Bürgerinformation aber nicht vor Ort, sondern über einen Livestream im Internet durchgeführt. (https://vimeo.com/event/641489

Zunächst begrüßte Bürgermeister Elmar Rebmann alle interessierten Zuschauerinnen und Zuschauer und betonte, was für ein Schatzkästchen die Festhalle sei, dass es nun aber nach über einem Jahrhundert notwendig sei, die Halle auf den neuesten Stand der Technik und der sanitären Einrichtungen zu bringen, um die Halle als wichtigen und attraktiven Veranstaltungsort zu erhalten.

Hierzu gehöre auch der Anbau eines neuen Foyers, wie der Architekt Gerhard Keppler anschließend ausführte. Kepplers Überlegungen und Planungen beschäftigten sich insbesondere mit dem Raumkonzept der Halle, die im Jahr 1913 erbaut wurde. So entstand der Grundgedanke, an der Seite Richtung Parkplatz einen gläsernen Anbau und somit einen neuen geräumigen und funktionalen Raum zu schaffen.

Ein großer Teil der Sanierung wird aber für die Besucher später nicht direkt sichtbar, aber sehr wohl wahrnehmbar sein. So soll zum Beispiel zukünftig eine Lüftungsanlage in der Halle für frische Luft sorgen.   

Es gehe darum „Technik zu erneuern und gleichzeitig Technik zu verstecken“, wie Keppler bei seinem Vortrag erläuterte. Der einzigartige architektonische Charakter des eingetragenen Kulturdenkmals werde hingegen nicht angetastet. Dafür spreche etwa auch die Ausführung des neuen Foyers, welches bewusst in Glas gehalten sei und somit die ursprüngliche, mit Tuffstein verkleidete Fassade weiterhin zur Geltung bringe.

Auch im Untergeschoss soll kräftig Hand angelegt werden. Mit Stahlstützen wird die Statik verbessert und die Rohre zur Hausentwässerung müssen ausgetauscht werden. Platz finden sollen dort auch neue Sanitäranlagen samt Duschen für Künstler, eine Cateringküche und eine separate Spülküche mit Spülmaschine.

Dass dies alles eine stattliche Summe kosten wird, erläuterte im Anschluss Thomas Jaschinski, Leiter des Gebäudemanagements der Stadt Bad Urach. Insgesamt werden die Maßnahmen Stand heute rund 7,3 Millionen Euro kosten. Jaschinski rechnet aber mit Zuschüssen, die rund 50 Prozent der Kosten betragen dürften. Bürgermeister Elmar Rebmann jedenfalls hält den Eigenanteil der Stadt, der letztlich um die vier Millionen Euro liegen dürfte, für vertretbar. „Dafür bekommen wir für die nächsten Jahrzehnte eine sehr, sehr ansprechende Versammlungs- und Kulturstätte.“

Wenn der Gemeinderat in den kommenden Wochen den formalen Baubeschluss fasst, sollen weitere Detailplanungen und Ausschreibungen folgen, ehe im Herbst die eigentlichen Arbeiten beginnen. Erklärtes Ziel ist es, sie im Sommer 2023 abgeschlossen zu haben. Dann feiert Bad Urach das 300-jährige Jubiläum des Uracher Schäferlaufs und das 100-jährige Jubiläum des Festspiels „D’Schäferlies".

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