Freiwillige Feuerwehr erhält zwei neue Löschfahrzeuge

Am vergangenen Freitag wurden bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Urach zwei neue Fahrzeuge sowie ein Notstromgenerator offiziell in Dienst gestellt. Die beiden neuen Löschgruppenfahrzeuge vom Typ LF 20 wiegen beide rund 16 Tonnen und können jeweils 2600 Liter Löschwasser mit sich führen. Geräumige Mannschaftskabinen ermöglichen den Feuerwehrleuten überdies, sich während der Fahrt zum Einsatzort zu rüsten um zum Beispiel Atemschutzgeräte anzulegen. Die dazugehörigen neuen Atemschutzgeräte fassen jetzt sogar die doppelte Menge an Atemluft, weil sie zwei Pressluftflaschen mitführen.

Als weitere Erleichterung wird es ab jetzt neue akkubetriebene Belüftungsgeräte auf den Fahrzeugen geben. Diese Akkus haben eine Laufzeit von rund 20 Minuten und sind am Brandort flexibler einsetzbar, da das Verlegen von Stromkabeln wegfällt. „Nach den 20 Minuten können wir aber jederzeit auf Stromversorgung umsteigen“, wie Steffen Buck, stellvertretender Abteilungskommandant der Abteilung Stadt, erklärte.

Als zusätzliche Ausrüstung sind auf einem der beiden nahezu baugleichen Fahrzeuge auch tragbare Wasserrucksäcke vorhanden, die vor allem bei der Flächenbrandbekämpfung zum Einsatz kommen sollen. „Die Wasserrucksäcke haben jeweils 20 Liter Löschwasser dabei und werden mit einer Handspritze bedient“, erläutert Buck. Wie sinnvoll diese Anschaffung war, zeigte sich bereits vor knapp zwei Wochen, als die Wasserrucksäcke beim Flächenwaldbrand oberhalb der Georgiisiedlung zum Einsatz kamen.  

Im Vorfeld war lange und akribische Planungsarbeit notwendig, um die beiden neuen Fahrzeuge passgenau für die Bad Uracher Feuerwehr zusammenzustellen. Jedes Gerät, jede Schublade wurde genauestens ausgemessen, Gewicht und Volumen berechnet, um jeden Kubikzentimeter Raum auszunutzen. „Ich danke ganz besonders den sechs Mitgliedern des Arbeitskreises Technik, die insgesamt rund 500 Stunden aufgewendet haben, um das für uns optimale Ergebnis zu erreichen“, wie Wolfgang Dörner, Stadtbrandinspektor und Gesamtkommandant betonte. Sein Dank ging aber auch an die Stadt und an Bürgermeister Elmar Rebmann. „Eine solche doppelte Fahrzeuganschaffung in Höhe von insgesamt rund 940 000 Euro ist alles andere als selbstverständlich. Daher bedanke ich mich im Namen der Feuerwehr bei der Stadtverwaltung und beim Gemeinderat ganz herzlich für diese Investitionen“, so Dörner. Auch beim Landkreis in Person von  Kreisbrandmeister Wolfram Auch wolle er sich ausdrücklich bedanken. Dieser steuerte seinerseits 184 000 Euro für die Anschaffung bei. Weitere 120 000 Euro kamen zusätzlich aus dem Ausgleichsstockes des Landes Baden-Württemberg.

Auch Bürgermeister Elmar Rebmann zeigte sich von den beiden neuen Fahrzeugen begeistert. „Die Entscheidung für die Anschaffung ist notwendig und richtig gewesen, denn die Feuerwehr braucht gutes Handwerkszeug“, so Rebmann. Dies habe man erst kürzlich beim Großbrand einer Wittlinger Firma oder beim bereits genannten Waldbrand sehen können. „Ich danke allen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr für ihr beispielhaftes Engagement. Dank ihrem Einsatz können sich alle Bad Uracherinnen und Bad Uracher sicher fühlen“, wie der Bürgermeister ausdrücklich hervorhob.

Die beiden neuen Fahrzeuge sorgen aber nicht nur in der Abteilung Stadt für eine große technische Weiterentwicklung, auch die Abteilung Wittlingen profitiert – indirekt – von dieser Anschaffung. Denn die dortige Wehr erhält nun ebenfalls ein Löschgruppenfahrzeug LF 20, welches seit 2008 in der Kernstadt im Einsatz war und künftig in Wittlingen stationiert sein wird.

Bei aller Begeisterung für die beiden neuen Löschfahrzeuge soll nicht unerwähnt bleiben, dass die FFW Bad Urach auch einen neuen Notstromgenerator auf einem Anhänger erhalten hat. „Mit diesem Generator können wir zum Beispiel im Katastrophenfall das Feuerwehrmagazin mit genügend Strom versorgen, um dessen komplette Einsatzbereitschaft zu garantieren und somit auch den Bürgern als sichere Anlaufstelle dienen“, wie Wolfgang Dörner betonte.  

„Die Stadt investiert sehr viel in die Sicherheit ihrer Bürger. Das ist gut investiertes Geld“, lobte Kreisbrandmeister Wolfram Auch abschließend. Und Stadtkommandant Wolfgang Dörner betonte zum Schluss, dass bei aller Freude über die beiden topmodernen Fahrzeuge doch ein Wunsch über allem stehe: „Dass die Fahrzeuge nicht allzu oft zu einem Einsatz raus müssen.“

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