Geothermie: Bohrarbeiten haben begonnen

Seit Mitte September wird in Bad Urach wieder gebohrt. Die Stadt Bad Urach, die Stadtwerke Bad Urach, die Firma Hydrodata und die Bohrfirma Anger stellten das Projekt im Rahmen eines Pressetermins vor. Mit den Bohrungen am Rande des Kurparks soll eine zusätzliche Thermalwasserquelle erschlossen werden, auf die im Falle eines Versiegens der momentan genutzten Quellen für das Thermalbad zurückgegriffen werden könnte. Neben der langfristigen Sicherung des Thermalwassers wird zudem eine hydrothermale Energiegewinnung ermöglicht. Neben der Thermalwasser-Sicherung stünde also im Idealfall eine nutzbare Wärmeleistung von etwa 3.360 kW/h zur Verfügung. In 750 Metern Tiefe beträgt die Temperatur rund 57 Grad Celsius. Dies würde etwa der Jahreswärmemenge von rund 500 Haushalten entsprechen.

Gebohrt wird bis voraussichtlich Mitte Januar am sogenannten „Bohrplatz“ unterhalt des Kurparks in Richtung Dettingen. Dort wurden in den 90er-Jahren bereits die beiden Tiefbohrungen „Urach 3“ und „Urach 4“ niedergebracht. Es wird also keine neuen Bohrungen geben, sondern es wird an den bestehenden Bohrlöchern gearbeitet.

Für die Arbeiten wurde dort ein Bohrturm mit einer Höhe von 12 Metern stehen. Das Gestänge der 40 Tonnen schweren Anlage misst sechs Metern.

So hoch wie das Gestänge ist auch eine rund 70 Meter langen Schallschutzwand, die am Bohrplatz aufgebaut wurde. Dadurch werden die Schallimmissionsgrenzwerte von 60 Dezibel eingehalten, was in etwa dem Geräuschpegel eines vorüberfahrenden Autos entspricht. Um die Geräuschbelastung der Anwohner zusätzlich zu reduzieren werden die Bohrzeiten in der Regel werktags von 7 bis 20 Uhr beschränkt sein.

Die Projektkosten belaufen sich auf insgesamt etwa 2 Millionen Euro. Die Stadt erhält aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm des Landes einen Zuschuss in Höhe von 490 000 Euro für die Thermalwasser-Sicherung.

Einen Flyer mit allen wichtigen Informationen kann man hier herunterladen: 

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Die Projektbeteiligten: (von links) Bauleiter Friedrich Kammerer (Firma Hydrodata), Projektleiter Jürgen Stumpf (Firma Anger), Bürgermeister Elmar Rebmann sowie Andreas Streble und Andreas Henger von den Stadtwerken Bad Urach.

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