Neujahrsgrüße und Rückblick des Bürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das vergangene Jahr, war ein Jahr, das uns allen noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Wir standen und stehen einer Herausforderung gegenüber, wie sie unsere Generation noch nie zu bewältigen hatte. Das Corona-Virus hat fast alle Planungen des laufenden Jahres über den Haufen geworfen. Viele Veranstaltungen mussten abgesagt werden, Kindergärten und Schulen waren zweitweise geschlossen und auch die Gastronomie, Hotellerie und der Einzelhandel hatten und haben unter den Corona-Vorgaben zu leiden. Aber letztlich gab und gibt es bislang keinen anderen Weg, um eine weitere explosionsartige Ausbreitung des Virus einzudämmen. Zum Jahresende hin keimt zwar die berechtigte Hoffnung auf, dass ein Ende der weltweiten Pandemie abzusehen ist. Aber dennoch brauchen wir noch etliche Monate Geduld, bis die Durchimpfung der Bevölkerung so weit vorangeschritten ist, dass wir wieder ohne Risiko unser gewohntes Leben aufnehmen.

Die Infektionen in Deutschland konnten im Frühjahr während der ersten Welle durch unsere Disziplin und Geduld stark eingedämmt werden und unser Gesundheitssystem kam zu keiner Zeit an seine Kapazitätsgrenzen. Darauf können wir alle gemeinsam in Deutschland zu Recht stolz sein. Aber auch in der jetzigen Situation ist es unumgänglich, dass wir wieder Geduld und Disziplin zeigen. Wir tun das für uns, für unsere Angehörigen, für unser ganzes Land.

Auch wir bei der Stadtverwaltung haben unseren Teil dazu beigetragen, die Auswirkungen der Pandemie abzufangen. Mit Aufziehen der Krise haben wir im Rathaus sofort einen Krisenstab aus meinen engsten Mitarbeitern und den zuständigen Amtsleitern gebildet, der sich täglich – oder bei Bedarf auch mehrmals täglich getroffen hat, um wichtige Entscheidungen zu fällen und auch um die angeordneten Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung umzusetzen.

Neben diesen Maßnahmen gab es aber auch noch ein sehr wichtiges soziales Engagement in der Bevölkerung. So haben wir schon sehr früh gemeinsam mit dem DRK-Ortsverein und dem evangelischen Jugendwerk einen Einkaufsdienst für Ältere und geschwächte Bürger auf die Beine gestellt. Zudem haben wir hier im Rathaus eine zentrale Anlaufstelle „Bürger helfen Bürgern“ eingerichtet, bei der sich Menschen bei allen Belangen in Verbindung mit der Corona-Krise melden können. Bürger, die Hilfe benötigen und Bürger die Hilfe anbieten und von der Stelle im Rathaus dann weitervermittelt werden können. Und daher möchte ich allen danken, die sich selbstlos engagiert haben und ihren Teil dazu beigetragen haben, die Corona-Krise abzufedern.

An dieser Stelle, möchte ich mich aber auch bei allen anderen bedanken, die während der Corona-Krise ihre Aufgaben treu erfüllten und erfüllen. Es sind die Ärzte und das Pflegepersonal, die Landwirte, die unsere Lebensmittel produzieren, die Bäcker und Metzger, die Verkäuferinnen und Verkäufer in den Lebensmittelgeschäften, die Müllabfuhr, die Postboten und noch viele mehr, die unser Land am Laufen halten.

Allerdings hatten wir trotz dieser Maßnahmen und trotz vielfältigen Engagements in Bad Urach auch neun Menschenleben zu beklagen, die in diesem Jahr an oder mit Corona gestorben sind. Sie sollten uns Mahnung sein, jetzt nicht nachzulassen und gemeinsam weiter gegen dieses Virus zu kämpfen. Den Angehörigen der Verstorbenen gilt unser aller Anteilnahme.

Dennoch können wir zweierlei ermutigende Erkenntnisse für Bad Urach aus der Corona-Pandemie ziehen: Zum einen haben wir gesehen, dass unser Krisenmanagement im Notfall sehr gut funktioniert. Und zum anderen konnten wir mit Freude feststellen, dass die nachbarschaftlichen Strukturen in Bad Urach noch weitestgehend intakt sind und dass sich die Bad Uracher in Krisenzeiten gegenseitig solidarisch unterstützen.

Dies macht Mut und Hoffnung auch weiterhin relativ glimpflich durch die Krise zu kommen und vielleicht sogar gestärkt aus ihr hervorgehen. Es liegt an uns – wir haben es zu einem großen Teil selbst in der Hand!

Dennoch mussten auch während der Corona-Zeit das normale Geschäft der Stadtverwaltung weiterlaufen. Und wenn ich darauf zurückblicke, was wir in den vergangenen Monaten trotz Einschränkungen und Lockdown geschafft haben, dann erfüllt mich das mit Stolz.

So wurde zum Beispiel unser neues und modernes Bürgerbüro im Rathaus im November fertiggestellt. Wegen Corona mussten wir allerdings einen „fliegender Start“ hinlegen und konnten leider keine offizielle Eröffnung feiern. Einige Büros sind bereits bezogen und in Betrieb und auch die Rathausbesucher betreten das Gebäude nun bereits über den neuen, repräsentativen Eingang gegenüber dem Marktbrunnen. 

Das Höhenfreibad blieb aufgrund Corona in diesem Jahr leider geschlossen. Aber dafür haben bereits die Sanierungs- und Attraktivierungsmaßnahmen begonnen, um dann das Bad im kommenden Jahr in neuem Glanz für die Besucher erstrahlen zu lassen.

Eine weitere Attraktivierung für Besucher gab es auch am Parkplatz im Maisental. Dort konnten wir unsere neue WC-Anlage eröffnen. Und in Sachen Klimaschutz haben wir damit begonnen ein Nahwärmenetz am Diegele aufzubauen, welches noch in diesem Jahr in Betrieb geht und von dem aus das Schulzentrum Diegele, die Ermstalhalle und die Bebauung der Pfullinger Baugenossenschaft CO²-neutral mit Wärme versorgt werden.

Parallel dazu sind in diesem Jahr auch die Planungen für das neu Wohnbaugebiet „Neue Wiesen“ und für das Gewerbegebiet „Rübteile II“ in Hengen gestartet. Auch die Planungen für den zukunftsfähigen Umbau der Wasserfall- und der Hochhauskreuzung laufen bereits auf Hochtouren.  

Auch der Abschluss der Arbeiten an der Mehrzweckhalle Wittlingen, die Sanierung des Abwassersammlers in Sirchingen oder der Umbau des neuen Dorfgemeinschaftshauses in Seeburg gehören zu den wichtigen Bauprojekten des zu Ende gehenden Jahres. Leider konnte wegen Corona auch hier kein rauschendes Einweihungsfest gefeiert werden. Dies ist besonders schade, weil Seeburg in diesem Jahr gleichzeitig auch sein 1250-jähriges Bestehen gefeiert hätte. Ich bin mir aber sicher, dass die Feierlichkeiten auf die eine oder andere Weise nachgeholt werden, sobald es die Lage wieder zulässt.

Als weiteres großes Projekt in Seeburg konnten wir die Sanierung der Uhenfels-Steige im Sommer durchführen. Auch die B28/B465 auf der Bad Uracher Burgstraße erhielt endlich eine notwendige Sanierung. Diese hat zwar bis in den November hinein viele verkehrliche Einschränkungen mit sich gebracht, aber wenn man sich jetzt den neuen Straßenzustand betrachtet, dann haben sich diese Einschränkungen und die Geduld der Verkehrsteilnehmer wirklich gelohnt. Verkehrseinschränkungen gab es auch im Frühjahr, als eine große Baumfällmaßnahme entlang der Erms gemacht wurde und besonders die Anlieger der Georgiisiedlung lange Umwege fahren mussten.

Daher möchte ich mich an dieser Stelle bei allen für ihre Geduld bedanken, die in diesem Jahr aufgrund von Baumaßnahmen oder Sperrungen Einschränkungen in Kauf nehmen mussten. Bitte bedenken Sie immer, dass solche Projekte für alle Bürgerinnen und Bürger durchgeführt werden, um unsere Infrastruktur in der Stadt zu verbessern. Letztlich kommt es uns allen zugute.

Dieses Verständnis und diese Geduld wünsche ich mir auch für das kommende Jahr, denn auch dann gibt es wieder viel zu tun. So werden wir zum Beispiel die Planungen für die Erweiterung des Kindergarten Rosengarten vorantreiben und die Architekten- und Ingenieursleistungen für den Umbau des Graf-Eberhard-Gymnasiums und unserer altehrwürdigen Festhalle vergeben.

Mit Blick auf dieses kommende Jahr möchte ich zum Schluss noch auf eine Frage eingehen, die sicherlich viele von Ihnen umtreibt: Was wird aus unserem Schäferlauf 2021? Diese Frage kann ich Ihnen aber zum jetzigen Zeitpunkt wirklich nicht beantworten. Ich kann Ihnen aber so viel sagen, dass wir bisher den Schäferlauf wie gewohnt planen und vorbereiten. Im Laufe des Frühjahrs werden wir die Lage bewerten und dann entscheiden, ob auch wir (wie dieses Jahr bereits Wildberg und Markgröningen) unseren Schäferlauf wegen Corona absagen müssen.

Bis dahin gilt, dass jede und jeder für sich seinen Teil dazu beitragen kann, durch verantwortungsvolles Verhalten diese Krise zu meistern. Machen Sie mit und seien Sie Vorbild für andere.

Und nun wünsche ich Ihnen und all Ihren Angehörigen ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr 2021.

Ihr

 

Elmar Rebmann                                                                                                                                       

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