Schnee und Eis - Hinweise zum Winterdienst

Wenn es schneit und sich auf Fußgängerwegen Glätte bildet, sind auch die Anlieger gefordert. Schnee muss geräumt und bei Eis muss gestreut werden. Allerdings sollte man dabei den Umweltschutz nicht vergessen. Lesen Sie, was beim Winterdienst zu beachten ist, welche Aufgaben zu übernehmen sind und wie Sie auch Ihren Mitbürgern helfen können.

Wer macht was?

Eis und Schnee können von der Stadt Bad Urach (Baubetriebe) und den Bürgern nur gemeinsam besei­tigt werden.

I. Aufgabe der Gemeinde

Nach § 41 Abs. 1 Straßengesetz obliegt es den Gemeinden, im Rahmen des Zumutbaren, als öffentlich-rechtliche Pflicht, Straßen innerhalb der geschlossenen Ortslage einschließlich der Ortsdurchfahrt zu reinigen, Schneehäufungen zu räumen sowie bei Schnee- und Eisglätte zu bestreuen, soweit dies aus polizeilichen Gründen geboten ist.

 

Da es praktisch unmöglich ist, alle Straßen bei plötzlicher Eis- und Glättebildung durch Streuen in einen ungefährlichen Zustand zu versetzen oder ständig frei zu halten, hat die Rechtsprechung anerkannt, dass eine Pflicht, alle Fahrbahnen zu bestreuen, nicht besteht.

Innerhalb der geschlossenen Ortslage müssen deshalb bei Glatteis nur die Fahrbahnen an verkehrswichtigen und gefährlichen Stellen gestreut werden.

Die Baubetriebe räumen und streuen vorrangig Fahrbahnen von Hauptverkehrsstraßen und steilen Wohnstraßen. Auf den Wohnstraßen wird in der Regel nur geräumt. Die für den öffentlichen Nahverkehr und Individualverkehr wichtigsten Straßen werden zuerst gestreut. Die Routen sind mit entsprechender Priorität im Winterdienstplan festgehalten.

 

Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis, dass mit Rücksicht auf die Umwelt möglichst wenig Salz gestreut wird. Stellen Sie sich bitte darauf ein, dass nicht alle Straßen eisfrei sein können. Seien Sie deshalb besonders vorsichtig.

II. Aufgaben der Bürger

Es ist der Gemeinde nicht möglich, sämtliche öffentliche Flächen der Verkehrssicherungspflicht entsprechend zu räumen und zu bestreuen. Deshalb hat sie die Ver­pflichtung zum Räumen und Streuen der Gehwege bzw. entsprechende Flächen am Rand der Fahrbahn, wenn keine Gehwege vorhanden sind, durch eine vom Gemeinderat beschlossene Streupflichtsatzung auf die Straßenanlieger übertragen.

Die Satzung der Stadt Bad Urach über die Verpflichtung der Straßenanlieger zum Reinigen, Schneeräumen und Bestreuen der Gehwege vom 12. Dezember 1989 schreibt vor, dass Gehwege bzw. entsprechende Flächen am Rande der Fahrbahn (wenn kein Gehweg vorhanden ist), auf Flächen von verkehrsberuhigten Bereichen und Fußgängerbereichen in einer Breite von 1,00 m, werktags bis 7.00 Uhr, sonn- und feiertags bis 8.00 Uhr, geräumt und gestreut sein müssen. Wenn nach diesem Zeitpunkt Schnee fällt oder Schnee- bzw. Eisglätte auftritt, ist unverzüglich, bei Bedarf auch wiederholt, zu räumen und zu streuen.

Die Räum- und Streupflicht endet um 21.00 Uhr.

Auf der Internetseite der Stadt Bad Urach können Sie die Satzung einsehen und gegebenenfalls ausdrucken.

 

Auf das Wetter achten!

Wann und wie oft gestreut oder geräumt werden muss, hängt von der Wetterlage ab.

 

Wohin mit dem Schnee?

Werfen Sie den Schnee nicht auf die Fahrbahn!

Das Räumfahrzeug drückt den Schnee auf den Gehweg oder in Ihre Einfahrt wieder zurück. Das ist zwar bedauerlich, aber mangels Platz nicht zu vermeiden.

Bei Gehwegen an Fahrbahnen ist der Schnee auf dem restlichen Teil des Gehweges anzuhäufen. Der Rand der Fahrbahn darf nur dann genutzt werden, wenn der Platz auf dem Gehweg nicht ausreicht.

 

Achtung!   Bitte zuerst Schnee und Eis mechanisch räumen und dann mit abstumpfenden Streumitteln – Splitt, Sand oder Asche – abstreuen.

 

Möglichst kein Streusalz!

Salz ist schädlich für Pflanzen und Grundwasser. Es ist einer der Schadfaktoren, die das langsame, aber sichere Absterben von Bäumen und Sträuchern mit verursachen. Die Salzaufnahme lässt Blätter schon im Sommer braun werden. Aber nicht nur Pflan­zen leiden unter dem Salz. Tiere bekommen wunde Pfoten, das Salz greift Schuhe, Kleidung, Straßen- und Gehwegbeläge, Metall und Beton an. Aus diesem Grunde schreibt die Streupflichtsatzung der Stadt Bad Urach folgendes vor:

Die Verwendung von auftauenden Streumitteln ist verboten. Sie dürfen ausnahmsweise bei Eisregen verwendet werden; der Einsatz ist auf ein Mindestmaß zu beschränken.

 

Wohin mit dem Streugut?

Das Streugut sollte liegengelassen werden. Erst im Frühjahr, wenn mit Eis und Schnee nicht mehr zu rechnen ist, müssen die Gehwege gründlich gereinigt werden. Das spart Streugut. Bitte nicht in die Kanalisation kehren.

 

Tipps und Ratschläge 

Gemeinsam geht es besser, deshalb noch einige Tipps und Ratschläge für eine gute Zusammenarbeit.

Besorgen Sie sich rechtzeitig Schaufel, Schneeschieber und Streumaterial. Dann kann das Wetter Sie nicht überraschen.

Geben Sie den Streufahrzeugen die Vorfahrt. Diese kommen schneller durch und Sie fahren sicherer auf geräumten und gestreuten Straßen.

Steigen Sie, wenn immer möglich, bei Schnee und Eis auf öffentliche Verkehrsmittel um. Sie fahren bequemer, sicherer und schonen die Umwelt.

Denken Sie rechtzeitig an die Bevorratung Ihrer Brennstoffe.

 

Für ältere Mitbürger schippen!

Den einen freut die alljährliche Pracht, dem anderen macht sie Kopfzerbrechen.
Für alte, kranke oder gebrechliche Mitbürger wird die winterliche Kehrwoche oft zu einer kaum zu bewältigenden Last.

Ältere Mitbürger, die wegen der winterlichen Kehrwoche besorgt sind, sollten daran denken, dass sie in ihrer Hausgemeinschaft oder Nachbarschaft oft mehr Hilfsbereit­schaft und Unterstützung finden, als sie vielleicht annehmen. Bitte achten Sie auch auf die Veröffentlichungen von Pro Urach.

Die Jüngeren könnten sich den älteren Menschen anbieten und das Schneeräumen und Streuen mit übernehmen.

 

III. Ein Wort an die Kraftfahrer

 

Autofahrer müssen auch in diesem Winter wieder verstärkt damit rechnen, dass teilweise auf Streusalz verzichtet und allgemein nur sparsam Streusalz auf Fahrbahnen verwendet wird. Passen Sie bitte Ihre Fahrweise den winterlichen Verhältnissen an. Rüsten Sie Ihr Fahrzeug rechtzeitig wintertauglich aus. Fahren Sie vorausschauend und rechnen Sie immer mit plötzlich wechselnden Straßenverhältnissen. Halten Sie genügend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und vermeiden Sie heftiges Lenken, Bremsen und Be­schleunigen. Nehmen Sie sich mehr Zeit und planen Sie von vornherein mehr Fahrzeit ein und halten Sie, wenn möglich, Fahrbahnen und Gehwege frei, damit das Räumfahr­zeug nicht behindert wird.

 

Und noch eines zum Schluss:

Parken Sie Ihre Autos möglichst nicht auf öffentlichen Straßen, sondern auf Ihren privaten Grundstücken. Dadurch kommen die Streufahrzeuge problemloser durch die Straßen durch.

 

Wenn aber ein Parken auf der Straße unvermeidbar ist, so sollte dies so erfolgen, dass die Räum- und Streufahrzeuge ungehindert fahren können, denn sonst kann die betroffene Straße nicht geräumt werden.

Praktische Infos

Kontakt

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Marktplatz 8-9
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Tel: 07125 - 156-0
Fax: 07125 - 156-102
info(at)bad-urach.de

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