Stadtverwaltung und Gemeinderat spenden Weihnachtsfeier-Geld

Da in diesem Jahr weder eine traditionelle Weihnachtsfeier der Stadtverwaltung noch des Bad Uracher Gemeinderats möglich waren und auch kein Seniorennachmittag veranstaltet werden konnte, haben sich die Beteiligten dazu entschlossen, dass dadurch eingesparte Geld für wohltätige und gemeinnützige Zwecke zu spenden. „Wir haben die Summe großzügig aufgerundet und mit dem Gemeinderat und auch mit unserem Personalrat besprochen und alle waren gleich angetan von der Idee“, erzählte Bürgermeister Elmar Rebmann.

 

Die Diakonische Bezirksstelle erhielt insgesamt 6500 Euro. Mit dem Geld sollen vor allem Waren für die Bad Uracher Tafel angeschafft werden, die dort normalerweise nicht zu bekommen sind, wie Susanne Schur, Dienststellenleiterin erzählte. „Wir bekommen von den Supermärkten meist Lebensmittelspenden, aber Waren wie Waschpulver oder Hygieneartikel sind eher selten in unserem Sortiment zu finden. Dies konnten wir mit der Spende der Stadt nun vor Weihnachten etwas ergänzen“, so Schur. Ein Teil des Geldes wurde auch in Form von Warengutscheinen für Bad Uracher Einzelhändler verwendet. Tafelkunden können sich damit nun auch mal Spielsachen, Bekleidung oder neue Schuhe leisten. Man sei der Stadt sehr dankbar für die Spende, welche genau zur richtigen Zeit gekommen sei, wie die Dienststellenleiterin betonte. Im Tafelladen sei momentan deutlich zu spüren, dass sich die Zusammensetzung der Kundschaft im Wandel befinde. „Wir haben jetzt deutlich mehr Kunden, die beruflich und finanziell unter Corona leiden, weil sie zum Beispiel durch den Lockdown arbeitslos geworden sind“, wie Schur unterstrich.     

 

Auch die Bad Uracher Bürgerstiftung erhielt 1500 Euro von der Stadtverwaltung. „Wir sind sehr froh über diese Spende, denn in diesem Jahr sind alle Aktionen und Veranstaltungen ausgefallen, mit denen wir üblicherweise Geld für die Stiftung einnehmen“, so Bernd Wacker, 1. Vorsitzender der Bürgerstiftung. Nichtsdestotrotz werde man die Arbeit der Bürgerstiftung gerade auch in diesen schwierigen Zeiten weiterführen. In den vergangenen Monaten seien zwei sehr interessante Förderanträge eingegangen, die man bei der Jahrespressekonferenz im kommenden Jahr vorstellen wolle, wie Eckart Schweizer, 2. Vorsitzender der Stiftung hinzufügte.

 

Des weiteren wurde auch der Volksbund Kriegsgräberführsorge mit 2000 Euro bedacht, der in diesem Jahr keine Straßen- und Haussammlung durchführen konnte. „Mit unserer Spende möchten wir die wichtige Arbeit der Kriegsgräberfürsorge zur internationalen Völkerverständigung unterstützen, die gerade in unserer Zeit immer wertvoller zu werden scheint“, wie Bad Urachs Bürgermeister Elmar Rebmann abschließend betonte.

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