Historie

Wie überall in Württemberg, so gab es auch in Wittlingen seit jeher eine geordnete Feuerwehr.

Bereits 1755 wurde festgelegt, dass jedes größere Dorf eine Feuerspritze anzuschaffen habe. Im gleichen Jahr wurde auch angeordnet, dass jeder volljährige Bürger bis zum 60. Lebensjahr zur Feuerabwehr bei Bränden verpflichtet sei. Die letzte noch vorhandene Wittlinger Spritze mit Saugeinrichtung ist Baujahr 1884. Nachdem im Jahr 1921 die flächendeckende Wasserversorgung in Betrieb ging, wurden zwei Hydrantenwagen beschafft, und somit seither in der Hauptsache mit Wasser aus den Hydranten gelöscht. Die Unterbringung war damals eher provisorisch im „Remis' des „Alten Schulhauses". Einigen Großbränden konnte durch die bescheidene Ausrüstung nur schwer entgegnet werden. 1965 kam der Umzug in eine Großgarage der Turn- und Festhalte. Das erste Löschfahrzeug für die Wittlinger Wehr war ein gebrauchtes LF8, welches von 1970-1978 im Dienst war.

Zu Beginn der 70er Jahre wurde Wittlingen im Rahmen der Gemeindereform nach Urach eingemeindet. Mit Unterstützung der Feuerwehr Urach wurde 1972 das erste Leistungsabzeichen abgelegt und der Ausbildungsstand stetig verbessert. Als dann 1978 die Uracher Wehr ein neues TLF16/25 beschaffte, wurde das alte TLF16/24 in Wittlingen stationiert und fuhr vom neuen Standort aus viele Einsätze in Wittlingen, zur Unterstützung in Urach und in der Umgebung. Die kameradschaftliche Zusammenarbeit mit allen Abteilungen der Feuerwehr Urach, ist bis heute Garant für eine erfolgreiche Weiterentwicklung unserer Wehr.

Mit dem Erweiterungsbau der Turn- und Festhalte im Jahre 1989 konnten auch neue Räumlichkeiten für die Feuerwehr geschaffen werden. Neben einer Fahrzeughalle und Sozialräumen wurde ein Schulungs- und Aufenthaltsraum (Floriansklause) durch viele tausend Stunden Eigenleistung realisiert. Im Jahre 1992 wurde das TLF16/24 (Oma) durch ein neues LF8/6 mit erheblicher Zusatzbeladung ersetzt. Dieses erste Löschgruppenfahrzeug war die Initialzündung für einen weiteren Ausbildungs- und Leistungsschub innerhalb der Wittlinger Wehr. Anfang der 90er Jahre wurden viele Leistungsabzeichen mit einem Großteil der Mannschaft absolviert, die 2003 mit Gold Ihren Höhepunkt fanden. Großbrände blieben „Gott sei Dank" in letzter Zeit in Wittlingen aus, doch bei einigen Einsätzen in Wittlingen und Umgebung konnte die Wehr ihre Schlagkraft unter Beweis stellen.

Seit einigen Jahren wird durch gemeinsame Übungen und Einsätze mit der Abteilung Hengen den Leistungskriterien einer Gemeindefeuerwehr Rechnung getragen. Eine kleine Gerätehauserweiterung erfolgte schließlich 2006 und verdeutlichte erneut die intakte Kameradschaft durch enorme Eigenleistungen neben den Einsatz- und Übungsdiensten. Heute zeigt sich die Abteilung Wittlingen als moderne und motivierte Einheit, die neben Ausbildungstätigkeiten auf Kreisebene und im Jugendbereich vielfältige Leistungen unter ihrem Leitsatz erbringt: „Kamerad sein in der Feuerwehr ist unsre schönste Zier".

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