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Neuer Defibrillator am Busbahnhof


Der Bad Uracher Bernhard Kruspe hat es sich seit einigen Jahren zur Aufgabe gemacht, dieses Thema in der Öffentlichkeit bekannter zu machen und das Netz von verfügbaren Defibrillatoren auszubauen.

Dafür hat der ehemalige Krankenpfleger und Rettungssanitäter nun einen weiteren „Defi“ für die Menschen in der Stadt gespendet. Die Kosten von rund 1000 Euro hat er dabei aus eigener Tasche bezahlt. „Mir ist es wichtig, dass dort, wo sich viele Menschen aufhalten, auch der freie Zugang zu einem Defibrillator gewährleistet ist“, so Kruspe.

Bernhard Kruspe und Bürgermeister Elmar Rebmann präsentieren den neuen Defibrillator am Busbahnhof

Daher fiel die Wahl des Standortes für das neue Gerät, in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung, auf den Bad Uracher Busbahnhof. An der Wand der offenen Wartehalle wurde die öffentlich zugängliche Halterung von Mitarbeitern der Stadt Bad Urach angebracht und gleichzeitig mit Strom versorgt. Dieser wird zwar nicht für den Betrieb des Defibrillators benötigt, aber für die Heizung der Halterung. Eine solche ist notwendig, um das Gerät im Freien auch bei tiefen winterlichen Temperaturen jederzeit betriebsbereit zu halten.

Bürgermeister Elmar Rebmann bedankte sich ganz herzlich bei Bernhard Kruspe für dessen uneigennütziges Engagement. „Fälle aus dem Sport zeigen leider immer wieder, dass ein plötzlicher Herzstillstand wirklich jeden treffen kann, auch und gerade, wenn jemand eigentlich gesund und gut trainiert ist“, wie Rebmann aus dem eigenen Umfeld berichtete.   

In Bad Urach sind für solche Notfälle mittlerweile 25 Defibrillatoren bereit. Etwa die Hälfte der Geräte stehen dem DRK, der Freiwillige Feuerwehr oder den „Helfern vor Ort“ in den Ortsteilen zur Verfügung. Die anderen Defibrillatoren hängen an öffentlich zugänglichen Stellen und können im Notfall von jedem eingesetzt werden.

Grundsätzlich weist Bernhard Kruspe immer wieder darauf hin, dass Ersthelfer keine Scheu haben brauchen, einen solchen Laien-Defibrillator im Notfall einzusetzen. „Die Geräte sind so konstruiert, dass man nichts falsch machen kann“, so Kruspe.

Bei einem Einsatz bekomme man vom Gerät eindeutige Sprachanweisungen, was zu tun und wie es zu bedienen sei. Außerdem löse das Gerät nur dann einen Elektroschock aus, wenn es selbst vorab zum Beispiel einen Herzstillstand oder ähnliche Anzeichen bei einem Patienten festgestellt habe. Wichtig sei aber, zuerst einen Notruf abzusetzen und erst dann zu helfen. „Jede Hilfe ist besser als keine Hilfe“, wie Kruspe abschließend appellierte.