Historie

Geschichte der Feuerwehr Hengen

Beginn der Feuerwehr

Die Feuerwehr Hengen wurde zum ersten Mal im Jahr 1886 erwähnt. Damals wurde die erste handbetriebene Spritze beschafft. Bis dato wurde, wie üblich, mit Löscheimern und Wasserkette das Wasser zur Einsatzstelle befördert.

Weitere Aufzeichnungen finden sich dann leider erst sporadisch nach dem 2. Weltkrieg wieder.

Abteilungskommandanten

Mit Markus Mock hat die Feuerwehr Hengen den 9. Abteilungskommandanten seit Beginn des zweiten Weltkrieges. Vor ihm waren es Friedrich Hess, Schmid, Heinz Vehrenkamp, Heiz Gräter, Senno Jankowski, Rolf Slogsnat, Tony Kächele und Erhard Bröckel.

Leistungen

Im Jahre 1967 wurde die Ortsgruppe des DRK mit Hilfe der Feuerwehr gegründet. Hierfür haben sich 4 aktive Mitglieder der Feuerwehr dem Ortsverband des DRK angeschlossen.

Im gleichen Jahr wurde mit 2 Gruppen das Bronzene Leistungsabzeichen in Hayingen absolviert.

4 Jahre später, 1971 wurde beim Feuerwehrfest in Böhringen mit einer weiteren Gruppe das bronzene Leistungsabzeichen abgelegt.

Erst wieder im Jahre 1984 wurde beim Feuerwehrfest in Urach mit 2 Gruppen das Bronzene Leistungsabzeichen absolviert. Zwei jahre später schon, konnten weitere 2 Gruppen das silberne Leistungsabzeichen bestehen.

Am 15. Oktober 1988 hat die Feuerwehr Hengen mit einer Gruppe das goldene Leistungsabzeichen in Reutlingen im Bauhof bestanden. Hier war die Feuerwehr Hengen die erste Gruppe in Urach überhaupt, die Gold erlangt hat. Andreas Wörz nahm zum damaligen Vorstand des Posaunenchors Gerhard Wörz anlässlich des bestandenen LeistungsabzeichensKontakt auf. Bis die Gruppe wieder in Hengen war, wurde sie vom Posaunenchor Musikalisch empfangen. Es war ein Fest.

Gruppenbild von 1988 der Abteilung Hengen, zu sehen sind Feuerwehrangehörige, die das Leistungsabzeichen in Gold im Jahre 1988 bestanden haben. Teilnehmer: Rolf Slogsnat, Hubert Blankenhorn, Otto Mock, Franz Kneer, Edmund Heß, Martin Heß, Andreas Wörz, Jürgen Bluck und Hans-Joachim Mayer

Ende des Jahrtausends konnte die Abteilung Hengen dann nochmals ein bronzenes Leistungsabzeichen in Engstingen erfolgreich durchgeführt.

Lange Jahre wurde kein weiteres Leistungsabzeichen mehr abgelegt. Erst wieder im Jahr 2018 konnten wir mit 2 eigenen Gruppen aus Hengen wieder das bronzene Leistungsabzeichen in Dapfen absolvieren.

Ausrüstung

Im Jahr 1886 wurde die erste Hand betriebene Spritze angeschafft.

Alte Handspritze der Feuerwehr Hengen aus dem Jahr 1886.

Sehr viel später wurde ein Tragkraftspritzenanhänger beschafft. Dieser wurde zuerst mit Pferden und später mit Traktoren zur Einsatzstelle befördert.

Im Jahr 1972 wurden die neuen Einsatzkleider beschafft. Diese waren bis vor wenigen Jahren noch im Einsatz und sind sicherlich noch allen bekannt. Die Orange leuchtenden Jäger 90 Einsatzkleidungen.

Das TSF 4/47 wurde 1980 beschafft und stand bis zu Umbau des früheren Farrenstalls 1986 im Wasenschuppen von Albert Mader in der Wittlinger Straße. Der Farrenstall wurde 1984 abgetragen und innerhalb von 2 Jahren in sehr viel Eigenleistung der damaligen Kameraden neu gebaut. Im Winter 1985/86 wurde der obere Stock in Eigenleistung ausgebaut. Es war kalt, man hatte Bau-Gasheizer. Jeden Abend ging es ins Cafe Kuhdam, es wurde gesungen und umgetrieben. Man erhielt Hausverbot und ging trotzdem weiterhin dorthin. Somit konnte das heutige Feuerwehr Gerätehaus Juni 1986 eingeweiht werden.

Altes Mannschaftsbild der Feuerwehr Hengen.

Im Jahr 2011 konnten wir die heutigen Einsatzkleider beschaffen.

2013 wurde der VW Bus in seine wohlverdiente Rente geschickt und das heutige Fahrzeug, ein TSF-W beschafft.

Um den heutigen steigenden Gefahren, unter anderem von Waldbrände gerecht zu werden, konnten wir im Jahr 2021 einen Anhänger beschaffen. Dieser wird momentan in Eigenleistung als Hänger zur Wasserförderung über lange Wegstrecken aufgebaut

Bekannteste Einsätze

Im Jahr 1964 war ein großer Brand beim Schloßbauer. Bei diesem wurde der komplette Stall und die Scheune durch einen Heustockbrand abgebrannt.

13.06.1969 Großbrand Robert Länge, Stall und Scheune gerieten durch einen Blitzeinschlag in Brand, Überlandhilfe durch Böhringen. Wasser nach bereits 2 Minuten, viele Tiere wurden gerettet, Giebel in Richtung Lamm war einsturzgefährdet.

01.09.1972 Heustockmessung bei Otto Manz mit 90°C, Abbau des Heustock, kein Brand

2013  durfte die Abteilung Hengen auch beim Hochwasser in Bad Urach unterstützen

Im gleichen Jahr fuhren wir zur Überlandhilfe nach Grafenberg, um dort die durch Hagel zerschlagenen Dächer abzudecken

2014 brannte ein Bus Ortsausgang Hengen Richtung Böhringen

2016 mussten wir zum tragischen Unfall zwischen einem Motorradfahren und einem Traktor ausrücken

2020 konnten wir für die Firma Riegler in Bad Urach schlimmeres verhindern in dem wir im Schichtdienst das steigende Hochwasser vom Hochregallager abhalten konnten

2021 wurden wir zum Großbrand nach Wittlingen zur Fa. Schöllhammer gerufen. Hier hatten wir bereits Ortsausgang Hengen den Ausblick, was uns erwarten wird und konnten uns als ersteintreffendes Fahrzeug einbringen.

Aktuell

Die Feuerwehr Bad Urach Abteilung Hengen hat derzeit eine Mannschaftsstärke von 22 Mann. Sie wird von Markus Mock, Ronny Geigle und Michael Manz geleitet. Mit einem Durchschnittsalter von 32 Jahren haben wir eine sehr junge Truppe. Um unsere durchschnittlich 7 Einsätze abzuleisten haben wir eine gute technische Ausstattung zur Verfügung. Der Ausbildungsstand der Mannschaft ist überdurchschnittlich hoch, so dass wir zu jeder Tages und Nachtzeit alle Positionen sicher besetzen können.

Mannschaftsbild der Feuerwehr Hengen. Im Hintergrund ist das TSF-W der Abteilungen Hengen zu sehen, davor steht in zwei Reihen die Feuerwehrangehörige der Abteilung Hengen.

Wir wollen uns bei allen Freunden und Unterstützer der Feuerwehr bedanken, sowie bei allen früheren, aktuellen und zukünftigen Mitglieder, die die Abteilung Hengen so aufgestellt haben, dass wir steht’s unseren Dienst leisten können und die Sicherheit der Bürger in Hengen sicherstellen können.

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr, drum geh auch du zur Feuerwehr!